Ausstellung in Vorbereitung

Seite aus der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel 1452-55 (Faksimile), Ende des 1. Petrusbriefes, Beginn des 2. Petrusbriefes

Die Ausstellung „Keilschrift – Gutenberg – Google“ wird für den nächsten Einsatz vorbereitet und geht auf die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird ab 24. Februar im „Haus der Begegnung“ in Waren (Müritz) zu sehen sein und schlägt den Bogen aus der Keilschriftzeit bis hin zum iPhone, um den Wandel der Medien im Laufe der Jahrtausende zu illustrieren. Neben antiken Artefakten wird die „Kleinste Bibel der Welt“ unter Mikroskop gezeigt.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 24. Februar 17:00 Uhr eröffnet. Um 19:00 Uhr folgt dann ein bildgestützter Vortrag mit dem Titel „Zeiten des Umbruchs – wie Medien das Denken verändern.“ Dabei geht es um die Veränderung, die die neuen Medien in unserem Alltag bewirken und wie man den Schattenseiten begegnen kann, die neben den positiven Aspekten ebenso auftreten.

Alte Medien helfen bei Standortbestimmung

Am 16. Januar 2017 hat sich ein Mord zum 2697. Mal gejährt. Der Vorgang hat damals Entsetzen und wochenlange Unruhen zur Folge gehabt. Der berühmte Mann wurde von Menschen umgebracht, die ihm nahestanden. Babylonische Chroniken überliefern das genaue Datum.

Dass ausgerechnet solch ein blutrünstiger Vorgang das Vertrauen in die biblische Überlieferung stützen kann, werde ich am 11. Februar während einer bildgestützten Predigt im Knotenpunkt in Bad Schwartau zeigen. Siehe auch https://badschwartau.adventist.eu/

Was – erst 10 Jahre?

Steve Jobs
Apple-Gründer Steve Jobs, der dem Smartphone zum Durchbruch verhalf | Foto Rechte:
made by Matt Yohe [CC BY-SA 3.0]
Man mag es kaum glauben, und doch ist es wahr: Das Smartphone gibt es erst seit 10 Jahren. Am 9. Januar 2017 feiert das Smartphone seinen 10. Geburtstag – Steve Jobs sei Dank! Oder doch nicht?
Das Smartphone hat viele Väter, auch wenn nicht alle wussten, wohin ihre Forschungsergebnisse eines Tages führen würden und wenn manche bahnbrechende Leistung zu ihrer Zeit wenig geschätzt wurde. Wer weiß schon noch, dass die hippen Designentwürfe des iPhone-Mitentwicklers Sir Jony Ive ihre Inspiration aus den Arbeiten von Dieter Rams für die Firma Braun beziehen (einige frappierende Beispiele hier)

Dass auch amerikanische (Wissenschafts- oder Militärforschung) und europäische Regierungen (CERN) zur Entstehung des iphones und seiner Derivate beigetragen haben, macht dieser Artikel der BBC deutlich (englisch).

Kinder könne sich eine Welt ohne Smartphone kaum noch vorstellen. Wenn sich in 10 Jahren schon so viel verändert hat – wie wird die Welt in weiteren 10 Jahren aussehen? Vorausgesetzt, sie steht noch.

 

Schafft das Internet Narzisten?

Wohl eher nicht. Aber die neuen Medien bieten Menschen Räume, die ihnen vortäuschen, sie hätten genügend echte Kontakte. Grundlage für ein Leben in Balance ist, dass man sich als Nutzer dieser Medien genug Raum mit realen Erfahrungen bewahrt. Der Spaziergang an der frischen Luft, von mir aus in schneidender Kälte und aufgeregtem Wind, ist erlebnisreicher als das Betrachten von zehn gelungenen Winterfotos im Netz.

Hier finden sich Gedanken zu diesem Thema sowie Rezensionen von Büchern, die sich mit der Frage des Selbst in Relation zum Internet und Smartphonegebrauch auseinandersetzen.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kommunikation-im-digitalen-zeitalter-auf-gehts-in-die-narzisphaere-1.3301500-2

„Bremsen wird nicht reichen“

Golden Gate Bridge, San Francisco | Foto: Matthias Mueller

„Bremsen wird nicht reichen“ – so klingt die ZDF-Doku mit Claus Kleber aus dem Silicon Valley aus, nachdem alle möglichen Trends und neusten Entwicklungen beschrieben und beobachtet wurden. Gespräche mit den Vordenkern und Enthusiasten der neuen Technologien zeigen, wohin die Reise geht – wenn die Menschheit mitmacht. Und am Ende ein Künstler und Philosoph, der aus alten Schreibmaschinen Skulpturen schafft und zugleich anmerkt, dass es den Menschen noch nie gelungen ist, das Böse aus den Erfindungen fern zu halten.

Eine hoch interessante und wertvolle Dokumentation. Sie zeigt, mit welchen Ideen die – teilweise deutschen – Visionäre der kalifornischen Hightech-Firmen die Welt bereits verändert haben, wie sie es weiter tun wollen und hinterfragt, welche Folgen das für unser aller Leben haben wird.

Zu sehen hier: http://www.heute.de/silicon-valley-in-der-sinnkrise-nach-der-wahl-von-donald-trump-46068874.html

Ganz nach unten scrollen zum Videobeitrag „Schöne, neue Welt“

Fing es mit dem Computer als „Fräulein vom Amt“ an?

Wir kennen das und rollen mit den Augen: „Wenn Sie den Kontostand wissen wollen, wählen oder sagen Sie EINS, wenn Sie eine Frage zum Zinssatz haben, wählen oder sagen Sie ZWEI … wenn Sie das ganze Menü noch einmal hören möchten …“ Nein, ich möchte nicht das ganze Menü noch einmal hören, ich möchte endlich einen richtigen Menschen sprechen!

Das waren die Vorboten einer Welt, in der Realität und virtuelle Realität immer mehr verschwimmen. Nach einem Bericht des ZDF sind ein ganzer Teil der Facebooknachrichten nicht von Menschen verfasst, sondern von Webrobots. Als Normaluser ist man nicht in der Lage, das zu erkennen. Das bedeutet, dass wir unsere Meinung von Maschinen machen lassen. Da werden Science-Fiction-Szenarien immer wahrscheinlicher. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Lutherbibel 2017 im Appstore

Bibel-App
Lutherbibel 2017 als App

Ein besonderer Beitrag in der Medienlandschaft dürfte die App mit der Lutherbibel 2017 sein. Sie wird in Kooperation von Deutscher Bibelgesellschaft und EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) während des Reformations-Jubiläumsjahres kostenlos angeboten.

Wer über ein paar kleine Kinderkrankheiten wie z.B. die recht lange Ladezeit beim Erststart hinwegsehen kann, bekommt hier für Null Euro eine hochwertige Übersetzung des Bibeltextes, der nach Angaben der Herausgeber an verschiedenen Stellen noch dichter am Original ist als frühere Ausgaben, und einige Ausdrücke sind neuerem Sprachempfinden angepasst worden, so wurde z.B. das lutherische „Weib“ zur „Frau“, weil das Wort „Weib“ heute im Gegensatz zur Zeit Luthers eher abwertend empfunden wird . Medien im Wandel!

Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und in den jeweiligen Stores unter „Lutherbibel 2017“ leicht zu finden.

Erfolgreicher Start in Marne

Am vergangenen Sonntag wurde die Ausstellung „Keilschrift // Gutenberg // Google“ im Heimatmuseum in Marne eröffnet. Für das kleine Städtchen waren zum Auftakt und dem ersten Vortrag von Matthias Müller ca. 30 Besucher gekommen, was für das kleine Städtchen Marne eine beachtliche Zahl von Interessenten ist. Auch zwei Asylsuchende waren dabei, für die der Museumsbesuch in Deutschland ohnehin eine Neuheit sein dürfte. Da das Ereignis einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Reformationsjubiläums stattfand, war es naheliegend, im Programm auf den besonderen Anlass einzugehen.

Heimatmuseum Marne
Das Skatmuseum in Marne

 

Ausstellung zieht nach Marne um

Am Sonntag, dem 23. Oktober 2016, ging die Ausstellung „Keilschrift – Gutenberg – Google“ in Schwerin zu Ende. Unter anderem kam auch eine Schulklasse zur Besichtigung. Die Kinder waren von der „kleinsten Bibel der Welt“, der „Suppenbibel“ für Gefangenenlager, den alten Mobiltelefonen und dem in Einzelteile zerlegten iPhone am meisten angetan. Die Ausstellung zieht um und wird ab dem 30. Oktober im Heimatmuseum in Marne zu sehen sein (Skatmuseum in der Museumsstraße 2). Da das Museum am selben Tag auch als Wahllokal genutzt wird, bitte auf die Hinweisschilder für den hinteren Eingang achten!

Die Eröffnung der Ausstellung und ein erster Vortrag findet im Museum am 30. Oktober 17:00 Uhr statt.

kids at exhibitionSchulklasse vor einem Teil der Ausstellung

Mediennutzung wächst weiter

Familie 1900
Familie um 1900 – wie sehr hast sich das Leben in Deutschland in 100 Jahren verändert (© churchphoto.de)

Nach der jüngst veröffentlichten Onlinestudie von ARD und ZDF hat die Mediennutzung in Deutschland weiter zugenommen. 65% der Deutschen sind täglich „im Netz“. Auf dem Vormarsch ist besonders die Nutzung des Smartphones, das auch von älteren Menschen immer häufiger eingesetzt wird.

Damit bestätigt sich ein Trend, der natürlich für die Sendeanstalten und andere Medien-Anbieter wichtig ist. Zugleich ergibt sich noch dringender die Aufgabe, Medienkompetenz zu entwickeln und für eine gesunde Entwicklung auf ausreichend Alternativen zu achten, besonders für die Heranwachsenden.

Diese und andere Themen, die gegenwärtig aktuell sind, werden im Rahmen der Ausstellung und Vorträge in Schwerin besprochen. Die Ausstellungseröffnung mit dem ersten Vortrag ist am Samstag, dem 15. Oktober 17:00 Uhr in der Bleicherstraße 3 in Schwerin. Das Gebäude liegt im Hof, ist aber durch einen Schaukasten mit entsprechendem Plakat auf der Straße gut erkennbar. Der Eintritt ist frei.