Neue Schätze entdeckt

Im Britischen Museum, London, lagern Schätze aus dem Altertum, von Fachleuten aufbereitet | Foto: Matthias Mueller

Kürzlich ging es durch die Medien: Die gewissenlosen Anhänger des IS finanzieren ihre Schreckensherrschaft teilweise mit dem Raub und Verkauf von Funden aus der Zeit der assyrischen Könige. Etwas, wovor sie keinen Respekt und wovon sie nicht wirklich Kenntnisse hatten, war immerhin gut genug, ihre Gewaltherrschaft zu stützen. Dass die wahllos aus dem Boden geholten Altertümer durch den Raubbau wesentlich an Informationskraft und Wert verlieren, war ihnen egal, genauso wie der Tod des erfahrenen 82-jährigen Chefarchäologen von Palmyra Khaled al Assad, den sie schon 2015 ermordet hatten. Dass jetzt auf diese unrühmliche Weise Funde aus der Hinterlassenschaft Asarhaddons zutage treten, überrascht nicht.

In der Vortragsreihe von „Keilschrift // Gutenberg // Google“ in Waren (Müritz) habe ich über die Funde aus dem ehemaligen Ninive (heutiges Mossul) gesprochen. In der Ausstellung ist die Nachbildung einer berühmten Tontafel des Sohnes von Asarhaddon, Assurbanipal zu sehen, die von der Rettung des Ut-napishtim in der Sintflut berichtet. Die Originaltafel wurde von Henry Layard ausgegraben und wird heute im Britischen Museum aufbewahrt.

Dass Asarhaddon der Nutznießer der Ermordung seines Vaters Sanherib war, wurde bereits in der Bibel 2. Könige 19 sowie gleichlautend in Jesaja 37 berichtet.

Ausstellung erfolgreich eröffnet

Besucher schauen sich in der Ausstellung um

Mit einem Streichquartett von vier jugendlichen Musikerinnern, die  mit ihren Celli den Lokalwettbewerb gewannen und sich gemeinsam  auf den Landeswettbewerb vorbereiten, wurde die Ausstellung „Keilschrift // Gutenberg // Google“ in Waren eröffnet.

Seit dem 24. Februar ist die Aktivausstellung im Haus der Begegnung in Waren (Müritz), Bahnhofstr. 25a, zu sehen. Sie ist am kommenden Wochenende schon ab Donnerstag, jeweils ab 17:00 Uhr geöffnet, am Sonntag von 15:00 bis 17:00 Uhr. Jeweils zwei Stunden nach Öffnung wird ein Themenabend angeboten. Die nächsten Themen sind:

  • Donnerstag, 2. März,  19:00 Uhr: Bankenkrise – Brexit – Brüssel: Was wird aus Europa?
  • Freitag, 3. März,  19:00 Uhr: Fragen – Funde – Fakten: Der Bibel vertrauen?
  • Sonnabend, 4. März, 19:00 Uhr: Mein Wahrheit – deine Wahrheit: Welcher „Wahrheit“ glauben?
  • Sonntag, 5. März, 17:00 Uhr: Katastrophen – Unglück – Leid: Wo ist der „liebe“ Gott?

Der Eintritt zur Ausstellung als auch zu den Themenabenden ist frei.

Ausstellung in Vorbereitung

Seite aus der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel 1452-55 (Faksimile), Ende des 1. Petrusbriefes, Beginn des 2. Petrusbriefes

Die Ausstellung „Keilschrift – Gutenberg – Google“ wird für den nächsten Einsatz vorbereitet und geht auf die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird ab 24. Februar im „Haus der Begegnung“ in Waren (Müritz) zu sehen sein und schlägt den Bogen aus der Keilschriftzeit bis hin zum iPhone, um den Wandel der Medien im Laufe der Jahrtausende zu illustrieren. Neben antiken Artefakten wird die „Kleinste Bibel der Welt“ unter Mikroskop gezeigt.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 24. Februar 17:00 Uhr eröffnet. Um 19:00 Uhr folgt dann ein bildgestützter Vortrag mit dem Titel „Zeiten des Umbruchs – wie Medien das Denken verändern.“ Dabei geht es um die Veränderung, die die neuen Medien in unserem Alltag bewirken und wie man den Schattenseiten begegnen kann, die neben den positiven Aspekten ebenso auftreten.

Alte Medien helfen bei Standortbestimmung

Am 16. Januar 2017 hat sich ein Mord zum 2697. Mal gejährt. Der Vorgang hat damals Entsetzen und wochenlange Unruhen zur Folge gehabt. Der berühmte Mann wurde von Menschen umgebracht, die ihm nahestanden. Babylonische Chroniken überliefern das genaue Datum.

Dass ausgerechnet solch ein blutrünstiger Vorgang das Vertrauen in die biblische Überlieferung stützen kann, werde ich am 11. Februar während einer bildgestützten Predigt im Knotenpunkt in Bad Schwartau zeigen. Siehe auch https://badschwartau.adventist.eu/

Was – erst 10 Jahre?

Steve Jobs
Apple-Gründer Steve Jobs, der dem Smartphone zum Durchbruch verhalf | Foto Rechte:
made by Matt Yohe [CC BY-SA 3.0]
Man mag es kaum glauben, und doch ist es wahr: Das Smartphone gibt es erst seit 10 Jahren. Am 9. Januar 2017 feiert das Smartphone seinen 10. Geburtstag – Steve Jobs sei Dank! Oder doch nicht?
Das Smartphone hat viele Väter, auch wenn nicht alle wussten, wohin ihre Forschungsergebnisse eines Tages führen würden und wenn manche bahnbrechende Leistung zu ihrer Zeit wenig geschätzt wurde. Wer weiß schon noch, dass die hippen Designentwürfe des iPhone-Mitentwicklers Sir Jony Ive ihre Inspiration aus den Arbeiten von Dieter Rams für die Firma Braun beziehen (einige frappierende Beispiele hier)

Dass auch amerikanische (Wissenschafts- oder Militärforschung) und europäische Regierungen (CERN) zur Entstehung des iphones und seiner Derivate beigetragen haben, macht dieser Artikel der BBC deutlich (englisch).

Kinder könne sich eine Welt ohne Smartphone kaum noch vorstellen. Wenn sich in 10 Jahren schon so viel verändert hat – wie wird die Welt in weiteren 10 Jahren aussehen? Vorausgesetzt, sie steht noch.

 

Schafft das Internet Narzisten?

Wohl eher nicht. Aber die neuen Medien bieten Menschen Räume, die ihnen vortäuschen, sie hätten genügend echte Kontakte. Grundlage für ein Leben in Balance ist, dass man sich als Nutzer dieser Medien genug Raum mit realen Erfahrungen bewahrt. Der Spaziergang an der frischen Luft, von mir aus in schneidender Kälte und aufgeregtem Wind, ist erlebnisreicher als das Betrachten von zehn gelungenen Winterfotos im Netz.

Hier finden sich Gedanken zu diesem Thema sowie Rezensionen von Büchern, die sich mit der Frage des Selbst in Relation zum Internet und Smartphonegebrauch auseinandersetzen.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/kommunikation-im-digitalen-zeitalter-auf-gehts-in-die-narzisphaere-1.3301500-2

„Bremsen wird nicht reichen“

Golden Gate Bridge, San Francisco | Foto: Matthias Mueller

„Bremsen wird nicht reichen“ – so klingt die ZDF-Doku mit Claus Kleber aus dem Silicon Valley aus, nachdem alle möglichen Trends und neusten Entwicklungen beschrieben und beobachtet wurden. Gespräche mit den Vordenkern und Enthusiasten der neuen Technologien zeigen, wohin die Reise geht – wenn die Menschheit mitmacht. Und am Ende ein Künstler und Philosoph, der aus alten Schreibmaschinen Skulpturen schafft und zugleich anmerkt, dass es den Menschen noch nie gelungen ist, das Böse aus den Erfindungen fern zu halten.

Eine hoch interessante und wertvolle Dokumentation. Sie zeigt, mit welchen Ideen die – teilweise deutschen – Visionäre der kalifornischen Hightech-Firmen die Welt bereits verändert haben, wie sie es weiter tun wollen und hinterfragt, welche Folgen das für unser aller Leben haben wird.

Zu sehen hier: http://www.heute.de/silicon-valley-in-der-sinnkrise-nach-der-wahl-von-donald-trump-46068874.html

Ganz nach unten scrollen zum Videobeitrag „Schöne, neue Welt“

Fing es mit dem Computer als „Fräulein vom Amt“ an?

Wir kennen das und rollen mit den Augen: „Wenn Sie den Kontostand wissen wollen, wählen oder sagen Sie EINS, wenn Sie eine Frage zum Zinssatz haben, wählen oder sagen Sie ZWEI … wenn Sie das ganze Menü noch einmal hören möchten …“ Nein, ich möchte nicht das ganze Menü noch einmal hören, ich möchte endlich einen richtigen Menschen sprechen!

Das waren die Vorboten einer Welt, in der Realität und virtuelle Realität immer mehr verschwimmen. Nach einem Bericht des ZDF sind ein ganzer Teil der Facebooknachrichten nicht von Menschen verfasst, sondern von Webrobots. Als Normaluser ist man nicht in der Lage, das zu erkennen. Das bedeutet, dass wir unsere Meinung von Maschinen machen lassen. Da werden Science-Fiction-Szenarien immer wahrscheinlicher. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Lutherbibel 2017 im Appstore

Bibel-App
Lutherbibel 2017 als App

Ein besonderer Beitrag in der Medienlandschaft dürfte die App mit der Lutherbibel 2017 sein. Sie wird in Kooperation von Deutscher Bibelgesellschaft und EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) während des Reformations-Jubiläumsjahres kostenlos angeboten.

Wer über ein paar kleine Kinderkrankheiten wie z.B. die recht lange Ladezeit beim Erststart hinwegsehen kann, bekommt hier für Null Euro eine hochwertige Übersetzung des Bibeltextes, der nach Angaben der Herausgeber an verschiedenen Stellen noch dichter am Original ist als frühere Ausgaben, und einige Ausdrücke sind neuerem Sprachempfinden angepasst worden, so wurde z.B. das lutherische „Weib“ zur „Frau“, weil das Wort „Weib“ heute im Gegensatz zur Zeit Luthers eher abwertend empfunden wird . Medien im Wandel!

Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und in den jeweiligen Stores unter „Lutherbibel 2017“ leicht zu finden.

Erfolgreicher Start in Marne

Am vergangenen Sonntag wurde die Ausstellung „Keilschrift // Gutenberg // Google“ im Heimatmuseum in Marne eröffnet. Für das kleine Städtchen waren zum Auftakt und dem ersten Vortrag von Matthias Müller ca. 30 Besucher gekommen, was für das kleine Städtchen Marne eine beachtliche Zahl von Interessenten ist. Auch zwei Asylsuchende waren dabei, für die der Museumsbesuch in Deutschland ohnehin eine Neuheit sein dürfte. Da das Ereignis einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Reformationsjubiläums stattfand, war es naheliegend, im Programm auf den besonderen Anlass einzugehen.

Heimatmuseum Marne
Das Skatmuseum in Marne