„Bremsen wird nicht reichen“

Golden Gate Bridge, San Francisco | Foto: Matthias Mueller

„Bremsen wird nicht reichen“ – so klingt die ZDF-Doku mit Claus Kleber aus dem Silicon Valley aus, nachdem alle möglichen Trends und neusten Entwicklungen beschrieben und beobachtet wurden. Gespräche mit den Vordenkern und Enthusiasten der neuen Technologien zeigen, wohin die Reise geht – wenn die Menschheit mitmacht. Und am Ende ein Künstler und Philosoph, der aus alten Schreibmaschinen Skulpturen schafft und zugleich anmerkt, dass es den Menschen noch nie gelungen ist, das Böse aus den Erfindungen fern zu halten.

Eine hoch interessante und wertvolle Dokumentation. Sie zeigt, mit welchen Ideen die – teilweise deutschen – Visionäre der kalifornischen Hightech-Firmen die Welt bereits verändert haben, wie sie es weiter tun wollen und hinterfragt, welche Folgen das für unser aller Leben haben wird.

Zu sehen hier: http://www.heute.de/silicon-valley-in-der-sinnkrise-nach-der-wahl-von-donald-trump-46068874.html

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Fing es mit dem Computer als „Fräulein vom Amt“ an?

Wir kennen das und rollen mit den Augen: „Wenn Sie den Kontostand wissen wollen, wählen oder sagen Sie EINS, wenn Sie eine Frage zum Zinssatz haben, wählen oder sagen Sie ZWEI … wenn Sie das ganze Menü noch einmal hören möchten …“ Nein, ich möchte nicht das ganze Menü noch einmal hören, ich möchte endlich einen richtigen Menschen sprechen!

Das waren die Vorboten einer Welt, in der Realität und virtuelle Realität immer mehr verschwimmen. Nach einem Bericht des ZDF sind ein ganzer Teil der Facebooknachrichten nicht von Menschen verfasst, sondern von Webrobots. Als Normaluser ist man nicht in der Lage, das zu erkennen. Das bedeutet, dass wir unsere Meinung von Maschinen machen lassen. Da werden Science-Fiction-Szenarien immer wahrscheinlicher. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Lutherbibel 2017 im Appstore

Bibel-App
Lutherbibel 2017 als App

Ein besonderer Beitrag in der Medienlandschaft dürfte die App mit der Lutherbibel 2017 sein. Sie wird in Kooperation von Deutscher Bibelgesellschaft und EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) während des Reformations-Jubiläumsjahres kostenlos angeboten.

Wer über ein paar kleine Kinderkrankheiten wie z.B. die recht lange Ladezeit beim Erststart hinwegsehen kann, bekommt hier für Null Euro eine hochwertige Übersetzung des Bibeltextes, der nach Angaben der Herausgeber an verschiedenen Stellen noch dichter am Original ist als frühere Ausgaben, und einige Ausdrücke sind neuerem Sprachempfinden angepasst worden, so wurde z.B. das lutherische „Weib“ zur „Frau“, weil das Wort „Weib“ heute im Gegensatz zur Zeit Luthers eher abwertend empfunden wird . Medien im Wandel!

Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und in den jeweiligen Stores unter „Lutherbibel 2017“ leicht zu finden.

Erfolgreicher Start in Marne

Am vergangenen Sonntag wurde die Ausstellung „Keilschrift // Gutenberg // Google“ im Heimatmuseum in Marne eröffnet. Für das kleine Städtchen waren zum Auftakt und dem ersten Vortrag von Matthias Müller ca. 30 Besucher gekommen, was für das kleine Städtchen Marne eine beachtliche Zahl von Interessenten ist. Auch zwei Asylsuchende waren dabei, für die der Museumsbesuch in Deutschland ohnehin eine Neuheit sein dürfte. Da das Ereignis einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Reformationsjubiläums stattfand, war es naheliegend, im Programm auf den besonderen Anlass einzugehen.

Heimatmuseum Marne
Das Skatmuseum in Marne

 

Ausstellung zieht nach Marne um

Am Sonntag, dem 23. Oktober 2016, ging die Ausstellung „Keilschrift – Gutenberg – Google“ in Schwerin zu Ende. Unter anderem kam auch eine Schulklasse zur Besichtigung. Die Kinder waren von der „kleinsten Bibel der Welt“, der „Suppenbibel“ für Gefangenenlager, den alten Mobiltelefonen und dem in Einzelteile zerlegten iPhone am meisten angetan. Die Ausstellung zieht um und wird ab dem 30. Oktober im Heimatmuseum in Marne zu sehen sein (Skatmuseum in der Museumsstraße 2). Da das Museum am selben Tag auch als Wahllokal genutzt wird, bitte auf die Hinweisschilder für den hinteren Eingang achten!

Die Eröffnung der Ausstellung und ein erster Vortrag findet im Museum am 30. Oktober 17:00 Uhr statt.

kids at exhibitionSchulklasse vor einem Teil der Ausstellung

Mediennutzung wächst weiter

Familie 1900
Familie um 1900 – wie sehr hast sich das Leben in Deutschland in 100 Jahren verändert (© churchphoto.de)

Nach der jüngst veröffentlichten Onlinestudie von ARD und ZDF hat die Mediennutzung in Deutschland weiter zugenommen. 65% der Deutschen sind täglich „im Netz“. Auf dem Vormarsch ist besonders die Nutzung des Smartphones, das auch von älteren Menschen immer häufiger eingesetzt wird.

Damit bestätigt sich ein Trend, der natürlich für die Sendeanstalten und andere Medien-Anbieter wichtig ist. Zugleich ergibt sich noch dringender die Aufgabe, Medienkompetenz zu entwickeln und für eine gesunde Entwicklung auf ausreichend Alternativen zu achten, besonders für die Heranwachsenden.

Diese und andere Themen, die gegenwärtig aktuell sind, werden im Rahmen der Ausstellung und Vorträge in Schwerin besprochen. Die Ausstellungseröffnung mit dem ersten Vortrag ist am Samstag, dem 15. Oktober 17:00 Uhr in der Bleicherstraße 3 in Schwerin. Das Gebäude liegt im Hof, ist aber durch einen Schaukasten mit entsprechendem Plakat auf der Straße gut erkennbar. Der Eintritt ist frei.

Medienthema im NDR

Im Oktober wird im NDR eine Radiosendung ausgestrahlt, die ich in den Tonstudios des NDR in Hamburg aufgenommen habe. Inhaltlich geht es um die Frage, welche Folgen die digitalen Medien in unserer Zeit haben, aber auch darum, dass man viel besser zurechtkommt, wenn man ein paar Grundsätze beachtet, die sich schon in der Bibel finden. Die Sendung wird am 23. Oktober 2016 um 7:15 Uhr bei NDR Info ausgestrahlt. Für weitergehende Inhalte siehe auch die Angaben und den Flyer zur Ausstellung auf dieser Seite, die ab 15. Oktober in Schwerin beginnt.

Matthias Müller zur Tonaufnahme beim NDR zum Thema Medien
Aufnahmen im Radiostudio des NDR

Online und digital in die Zukunft

Tastatur, Diskettenlaufwerk und Rechner in einem - der ATARI ST der späten 1980er Jahre
Tastatur, Diskettenlaufwerk und Rechner in einem – der ATARI ST der späten 1980er Jahre

Als ich mir 1987 meinen ersten Computer, einen ATARI 1040ST, aus dem „Westen“ schicken ließ, brachte mir das ein einstündiges Verhör bei einer staatlichen Stelle ein. Die Dame wollte vieles wissen bis hin zu solchen Details, wo denn genau der Computer stehen würde. Eine ihrer Begründungen für die umfassende Fragerei war, dass dies ja ein sehr „rechenstarkes“ Gerät sei. Nicht nur die Angst der damaligen Machthaber war lachhaft, die 1 MB Speicher sind es aus heutiger Sicht auch – in meinem iPhone trage ich das Vielfache an Rechenpower umher.

Was man damals, als es noch kein Internet gab, noch nicht wusste, allenfalls ahnte: wie sehr die Online-Gepflogenheiten der Menschen sich entwickeln würden. Nach einer Zeitungsmeldung dieser Tage wird das mobile Einkaufen immer beliebter. 2012 kaufte nur jeder Zehnte in Deutschland per Mobilgerät ein, 2015 waren es schon mehr als ein Drittel. Und die Zahl derer, die noch nie mobil eingekauft haben, sank im gleichen Zeitraum von 70 auf 48 Prozent.

Die sogenannten mobilen Endgeräte verändern unseren Lebensstil umfassend. Um mögliche Folgen geht es in den beiden Vorträgen, die gekoppelt mit der kleinen Ausstellung im Jahr 2016 in Schwerin und Marne geplant sind.

Ausstellung in Schwerin ab 15. Oktober

Die Ausstellung „Keilschrift – Gutenberg – Google“ beginnt in Schwerin am 15. Oktober 2016 17:00 Uhr, kombiniert mit dem Vortrag „Wie Medien das Denken verändern“. Es schließen sich weitere Vorträge an, die Ausstellung bleibt eine Woche lang geöffnet. Siehe dazu auch die Grafiken mit der Abbildung des Flyers außen und innen.

Ausstellung und Vorträge in Schwerin
Flyer außen für Ausstellung in Schwerin
Flyer zur Ausstellung Schwerin
Übersicht über die Themen der Vorträge